Krenckel2nd ist die Fortsetzung der Krenckel1st:
Diese endet 2006 und genau hier startet Krenckel2nd, auf der unter "Latest Release" das letzte wirklich abgeschlossene Bild gezeigt wird. Häufig befinden sich zum aktuellen Zeitpunkt noch mehrere Bilder im Prozess, sodass die letzte Veröffentlichung nicht immer den aktuellsten Stand des "work in progress" zeigt.

Das Konzept, das "Layout" sowie das gesamte Design ist von Krenckel und Alina Ide und Dank der Arbeit von Carlo Winkelmann wurde es letztlich "netztauglich", sprich programmiert. Ihm danken wir sehr für seine Professionalität und Meisterschaft (www.ducksdesign.de)!!

Ein kurzer "Prolog zu Krenckel" erklärt, was bisher war . . . . "Up2date" wird in regelmäßigen Abständen "Aktuelles" berichten, Juli 2013 . . . .

In Otterndorf, der niedersächsischen Kleinstadt, dort wo die immer breiter werdende Elbe
nicht mehr Fluß und noch nicht Meer ist, lebte Gerd Krenckel bis zu seinem 19 Lebensjahr.
Aus der provinziellen Idylle zog es ihn in die Großstadt Hamburg.
Hamburg wurde ihm zum neuen "Zuhause“, hier hat er studiert, geforscht, und von hier brach er zu vielen Reisen auf.
Abenteuerliche Lebensprozesse forderten ihn heraus – die Ismen der Kunst wurden ausgekundschaftet, Philosophien, Religionen – von den Mythen der alten Ägypter bis zur modernen Physik und deren
Äther Konzept durchmalte er reisend den Orient, durchkreuzte mehrfach Indien
– von Nord nach Süd, von Ost nach West –
meditierte im Tal der Könige, bis er wieder an das große Tor des Abendlands in Delphi gelangte
und sein eigenes kulturelles Gedächtnis neu zusammenfügte.
Seitdem befindet er sich auf einer neuen Reise, der Reise zum "Selbst"-
der Verbindung aller materiellen Inhalte des Raumes in Bezug zwischen Geist und Materie - und zwar Letzteres in beide Richtungen . . . mal sehen was dabei herauskommt . . .

Hamburg: 15. September 2013

"Dibbuk Ibbur Range" 1980/2012, Tempera, Harzölfarben und Blattgold auf Papier auf Karton, 46x50 cm

. . . Als "Ibbur" wird nach verbreitetem jüdischen Volksglauben die Seele eines guten, wohlgesonnenen Toten bezeichnet, der zeitweilig die Seele eines irdisch verkörperten Menschen durchdringt – um dadurch positive geistige Impulse in die irdische Welt zu tragen.
Das negative Gegenstück dazu ist die
"Dibbuk"-Besessenheit . . .

Diese "range" umspannte meinen Freund aus früheren Jahren, Wolfgang Giertz, seine Faszination an der jüdischen Mystik und dem Chassididismus strahlt wie Lichtfunken "unsterblicher Seelen" großer Rabbiner in seinem Hintergrund.
Gedacht als "Ikone" einer "Ibbur-Freundschaft" mit Goldrand . . .





"Siddharta am Ufer" dritte Fassung, 2001/2012, Tempera und Ölfarbe auf Papier, auf Depahit, 40x52 cm

Und der Wind der Zeit schickt sein Lied so sacht über Tiefen und Höhen in finstere Nacht.
Es wird alles vertraut, wenn man Träume erst lebt.
Doch die Schatten werden länger, wenn die Sonne untertaucht, das Meer glüht, der Himmel Indigo, die Zuversicht verraucht.
Du erkennst dein Licht, lässt Dich auf dich ein,
findest Wege und Liebe, beginnst du zu sein.
Und du gibst dir Raum für Magie und Traum,
lass den Zauber entstehen und Wunder geschehen.
Lass den Wind der Zeit wehen . . .

Text von Annic-Barbara Fenske





"In Koinzidenz mit Leonardo", zweite Fassung, 2002/2012, Tempera, Acryl, Harzölfarbe auf Papier mit Gessogrund auf Holz, 40x52cm

Immer wieder ziehen mich fertigestellte Bilder an und sagen mir: "Ich bin noch unvollendet"!! Und nach einer gewissen Zeit überreden diese mich zu den, wie ich es nenne, "ÜBERMALUNGEN" - es entstehen dann vollkommene neue Bildräume und am Ende schweigt das Bild in großer Befriedung.
So auch dieses Bild . . . . .

. . . das Areal brauchte ein starkes Glimmen von Violett, die Farbe bringt das Gelb zum brennen . . .
Jetzt ist es "stimmig"!





"Flow motion", 2011, Ölmonotypie, Tusche, Deckweiß und Pastell auf Papier, 95x95 cm

. . . . alles ist in Schwingung,
Streetdance und Klassik durchweben mein Format, alles auf den Kopf zu stellen reizt mich immer wieder.
"Lasst ihn doch am oberen Rand tanzen", Schwerkraft gibt es nicht in meiner Kunst.
Die Zentralperspektive sammelt am Fluchtpunkt eine Gruppe von elegischen Tänzerinnen, ganz links im Reigen "Rika" . . .





"Sundance", 2011, Ölmonotypie, Tusche und Gouache auf Papier 95x95 cm

. . . aus den Erinnerungen an meine Mutter wurden große experimentelle Papierbilder, angeregt von den Farben und Gestaltungsparametern indischer Miniaturen.

Meine Mutter ist im Hintergrund rechts, als ganz junges Mädchen mit ihrer Freundin Johanna vor einem indischen Tempel.
Die Bühne fasst zusammen:
meine Phantasien und die spanischen Arabeske des Kathaktanzes, Figur aus dem Flamenco.
Die Sonne bricht oben rechts durch den "Dschungel" - oder ist es doch nur gemalte Kulisse?





"Der große Sprung", 2011, Tempera, Acryl und Ölfarbe, Papier auf Holz, 85x85 cm

Nach dem Tod meiner Mutter erhielt ich aus ihrem Nachlass Fotos aus ihren Jahren als Baletttänzerin an der Oper von Breslau, vor dem zweiten Weltkrieg.
Sie kam mit 9 Jahren als schwächliches Kind einer deutsch-polnischen Familie in das Balettinternat von Breslau und wurde von diesem Zeitpunkt an zum glücklichsten Menschen.

Bis der Krieg ausbrach und ihr Tanz sich verflüchtigte.

Mit einem großen Scherensprung durchmisst sie den Raum einer Vergangenheit und wehende Tücher rauschen über den Rand, Stoff raschelt.
Eine Hommage an "Rika", an Erika, . . . und alle Tänzerinnen, die noch im Alter "ihren Traum" durchmessen.





"Karinchen", 2006, Tempera und Aquarell auf Papier, auf Holz, 25x25 cm

. . . eine meiner besten Freundinnen, wenn nicht "Die Beste", wir kennen uns seit über 30 Jahren.

Die Wärme ihrer Persönlichkeit ist in diese Arbeit gedrungen und hat die Tonigkeit in Grün und Rotorange getaucht.

Bei aller Sachlichkeit des Portraits ist es gelungen "Emotionalität" auszudrücken.
Das Portrait einer Gräfin.





"Heinz-Peter Schultz", 2007, Tempera und Aquarell auf Papier auf Holz, 25x25 cm

Seit 2005 entstanden immer wieder Portraits, eines aus dieser Zeit ist das von Heinz-Peter Schultz:

Architekt und engagierter Kurator der Kunstsammlung der Hamburger Sparkasse.

Ein Leben in großer Begeisterung für die Hamburger Kunst und die Kunstgeschichte.

Ein "guter Freund des Hauses" - gemeint ist damit die Akademie Leonardo.

Verschmitzt freut er sich über die Farben die ihn "durchwirken".




"Tragende Hände", 2009/2010, mixed media, Tempera und Acryl auf Papier auf Holz, 110x185 cm

. . . ein Bild für die "Stiftung phönikks", eine familientherapeutische Krebshilfe . . .

Das Mädchen auf dem Bild überwindet balanceartig ihr Hindernis, und es ist dabei nicht alleine.
Es sind tragende Hände da, die ihm helfen - das soll Mut machen.
Jedes Händepaar steht für einen phönikks-Mitarbeiter.
Sie bilden einen Kreis um das Mädchen und stützen es.





"Mantra", 2009, mixed media, Tempera und Acryl auf Papier auf Holz, 90x160 cm

. . . "Adam und Eva" im Sündenfall einer profanen übersinnlichen Pose und dahinter, darüber, daneben Schöpfung und pure Vibration, . . . aber dann, zum
Rand des Bildes, wird sie wieder langsam und führt zur "Verfestigung" . . . - die Individuen, jene, die "gestaltende" Gestalten geworden sind . . . denn noch erkennt sich Licht nicht im Licht und demnächst ertrinken sie wohl auch deshalb erneut im Licht . . . "Om shanti Om"




"Rosé-Rose", 2009, Tempera und Acryl auf Papier mit Gessogrund auf Holz, 100x100 cm

. . . ein Rosé entwickelte eine Rose, die aus dem Morgen fiel . . . furchtbar, schrecklich, schön, nur als Hauch und Klangfarbe wiederzugeben, eine Gradwanderung für den Maler, zum Glück gibt es da diese Erscheinung im Bild . . .
Sorry, aber ich mag es . . .





"Kinetoskopspiegel", 2009, mixed media, Tempera und Acryl auf Papier auf Holz, 90x115 cm

. . . das Spiegelbild ist "virtuell" und somit Raum für "Verwandlung und Projektion", aber nur das Spiegelbild teilt das mit uns,
. . . sowie jenes Bildnis, das des Ideals, später dann das Foto, heute der Film sogar dreidimensional, erreichbares und dennoch nur ein Augenblick im Leben . . .





"Der Auftritt", 2009, mixed media, Tempera und Acryl auf Papier auf Holz, 120x90 cm

. . . der Auftritt wird zum "Eintritt" ins Licht der Bühne, das Stichwort ist "Mut zur Wandlung" . . .





" Entschleierung", 2006/2008/2009, Eitempera auf Papier auf Holz, 70x100 cm

. . . diese orientalische Abendstunde ist der Bildraum, in dem ein transparenter Klangkörper Schleier löst.
Die Farbe wird hörbar und zündelt Flammen in das Abendmahl . . . der letzte Moment vor der Nacht . . .
Mit glühenden Händen durch die Dunkelheit . . . alles was berührt wird, "erscheint" . . .





"Verschleierung", 2009, Tempera und Acryl auf Papier mit Gessogrund auf Holz, 95x95 cm

. . . Maria Callas rechts und Romy Schneider links, in der Mitte "Annic" zwischen ihren Schutzheiligen.

Das Bild gleitet unter dem Schleier in sein eigenes Geheimnis . . . Schatten als Abbild des Lichts, die in unseren inneren Räumen ständig variieren . . .





"Licht von meinem Licht", 2008, Tempera und Acryl auf Papier mit Gessogrund auf Holz, 115x115 cm

Ein Schleier webt sich um die sich in sich Versinkende,
die Finger verflechten sich ineinander, -
. . . ganz "bei sich sein", nur noch das Rauschen von Wellen, die heranrollen und sich auf der Bühne des Lebens brechen, Beleuchtung . . .
Alles in Zeitlupe, wie das Flackern der Flamme meiner Kerze . . .





"Königin der Nacht", 2008, Gouache auf Karton, 70x100 cm

Om purnamadah purnamidam purnat purnamudacyate

- Jedes Ding hat sein Licht im Inneren, seine kleine
Laterne und sein Fenster um "Hallo" zu sagen . . .
Es gibt Erinnerungen, die liegen hinter unserem Leben,
. . . es gibt Erinnerungen, die kennen wir gar nicht mehr, weil wir sie verbrannt haben . . .





"Die Arie", 2008, Tempera und Acryl auf Papier mit Gessogrund auf Holz, 85x85 cm

. . . 2002 während der Premiere von "Flötenzauber" nach W. A. Mozart im Innenhof des Altonaer Rathauses . . .
- nur zwei Meter entfernt auf einem herabhängenden Ast mischte sich die Nachtigall in Annics Arie ein, -
"Ach ich fühl´s" war ein atemberaubender, außergewöhnlicher Moment,
- dieser Gleichklang wurde zum Bild:
Ich setzte die Nachtigall auf Annics Haarkrone
und komplettierte somit diesen gefiederten Atemzug.





"Illusionsillumination", 2008, Kasein-Tempera und Aquarell auf Papier auf Holz, 115x115 cm

In den Aufführungen "Weill-Fieber ... die Revue" im Jahr 2000 sang Annic auf einem in die Höhe gefahrenen Liftkran. Diese Szene faszinierte mich so sehr, dass sie der Ausgangspunkt für die "action" in meinem Bild wurde: mit der halluzinativen "Erscheinung" der Callas und einer der unzähligen flatternden Stadttauben, die ihren Unterschlupf in der riesigen Bahnhofshalle hatten.
Aus der Bahnhofshalle wurde eine opulente Opernbühne in einer sich magisch aufklappenden Perspektive.
Alles eingetaucht im diffusem Licht zahlreicher Kronleuchter, eben nicht im "Weill-Fieber" . . . sondern im "Callas-Leuchten-Lassen".





"Call-A-nnici"-Spiegelung im stürzenden Schwingungsparameter, 2007, Kasein-Tempera und Aquarell auf Papier auf Holz, 70x50 cm

Annic liebte Maria Callas und träumte in ihren Belcantos von sich, -
. . . all das macht uns doch aus, davon zu träumen, "jemand Anderes" werden zu können, damit wir dann doch zum Glück wir selber werden.

Callas "kopfüber" schwingt sich ausdehnend in diese Spiegelung, Traum wird zur Membran, die etwas weiterleitet über die Resonanz der Stille eines Bildes.
Der Blick im Blick der "anderen".





"Linkerseits", 2007, Rohrfeder und Pinselzeichnung auf Papier, 30x60 cm

Diese Zeichnung gehört ebenfalls zum "sculpting" einer Portraitansicht . . .
. . . eine gezeichnete "3D-Animation" . . .





"Rechterseits", 2007, Rohrfeder und Pinselzeichnung auf Papier, 30x60 cm

Jede Gesichtshälfte ist "different". Wenn man die äußeren Punkte beider Seiten verbindet, wird das Portrait zur Portrait-Plastik.
Darin enthalten ist Annics "Urform", eine Art Matrize, ein Schlüsselkonzept, das in allen Annic-Bildern wieder auftaucht.





Damenbildnis "Annic Erinnerung", 2007, Pinselzeichnung, Aquarell und Deckweiß auf Papier, 82x45 cm

. . . Picassos "Suite Vollard", oder Andrew Wyeths "Helga Pictures" . . . Frauenbildnisse . . . meine "Bedeutungsperspektive".

Die Schauspielerin und Sängerin ANNIC-BARBARA FENSKE:
Im April 2000 stolperte sie über den leerstehenden Altonaer Güterbahnhof in mein Blickfeld. Sie sang und schauspielerte für das "Theater NN" in der "Weill-Revue-Aufführung".

Es war eine magische Zeit, die mich zur Bilderserie des "Klangbilds" inspirierend forcierte. Erinnerungen klangen durch die Seelen der "Gewählten". . .

Das erste Annicbild wurde ein "Damenbildnis" - ganz ohne Pose, klassisch, . . .
. . . heute nur noch eine Erinnerung an Annic und die Zeit im "Schicksalsbahnhof" . . .